Pressespiegel

Oberhessische Presse, 27. November 2011

...den Namen von Özgür Aydin werden sich die Marburger Musikfreunde merken und auf ein baldiges Wiederhören mit dem Pianisten hoffen - vielleicht sogar als Solist eines Klavierkonzertes von Mozart.

Denn Aydin ist ein kongenialer Mozart-Spieler, wie er mit der Klavier-Violin Sonate A-Dur KV 526 bewies. Ein solch fein ziseliertes „Jeu perlé“ hat man beim Konzertverein lange nicht gehört. Und Aydins Klavierperlen harmonierten ideal mit Midoris verhaltenem, klassisch strengem, aber von innen heraus leuchtendem Geigenton. Da kamen Erinnerungen auf an so großartige Mozart-Duos der Vergangenheit wie Clara Haskil und Arthur Grumiaux.


...Der Pianist nahm die Stimmungen auf und fügte Dramatik hinzu, als die Violine zu singender Beruhigung ansetzte. Die sich auf den Zuhörer übertragende innere Unruhe änderte sich erst im dritten Satz, in dem Midori mit zartem und ganz leisem Spiel einen ausdrucksstarken Höhepunkt erreichte. Özgür Aydin steigerte im perfekten Zusammenspiel die Dynamik, bis die Instrumente im Finale zu einem gemeinsamen lebensfrohen Musizieren kamen. (...) Besondere Virtuosität verlangte Camille Saint-Saens' Violinsonate Nr.1 d-Moll, op.75. Mit Leidenschaft, Zügellosigkeit und innerer Gefühlsstärke erzeugten beide Musiker ein sich ständig steigerndes Spannungsfeld, das nur gelegentlich durch Ruhemomente unterbrochen wurde. Mit kaum für möglich gehaltener Fingerfertigkeit hetzten sie zum jubelnden Allegro-Schluss. Selbst beim Zuhören ging einem da der Atem aus.

Günter Jeschke, Kölner Stadt-Anzeiger, 13/08/2009

...Midoris Spiel war von phänomenaler Klarheit, alles wirkte wunderbar durchdacht, stimmig und - beseelt. Und mit Özgür Aydin saß ebenfalls ein Musiker mit großer Gestaltungsintelligenz am Flügel. (...) Den musikalischen Reichtum des Werkes förderte das Duo mit sehr vitalem Zugriff zu Tage, Midoris Spiel glich dabei dem Auftritt einer gleichermaßen grazilen wie muskulösen Tänzerin, ihrem Instrument entlockte sie ein charakteristisches Timbre und wunderbare Farben. Instinkt für schwärmerische, glutvolle Musik bewies man im weit ausgreifenden Kopfsatz aus Schumanns d-Moll-Sonate, sehr überzeugend auch das Tempo im zweiten Satz, der nicht wild und überhitzt geriet, sondern dem liedhaften Element genügend Raum zur Entfaltung bot. Bachs Violinsonate in A-Dur gab Midori sehr beredt und lebendig, im Andante gar riskierte sie äußerst zartes, leises, sphärisches Spiel.
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Auch Özgür Aydin schaltete auf Leichtfüssigkeit des non-legato, auf cembalistischen Tonfall um. Saint-Saens' rauschhafte d-Moll-Sonate schlisslich geriet den Künstlern zum Triumphzug. Wie sie die hummelflugähnliche Thematik des Finales hinlegten, versetzte das Publikum in Begeisterung.

Mathias Nofze, Bonner General-Anzeiger, 11/08/2009

Özgür Aydin. Der sensible Mann am Klavier. Der muss nicht einmal das Una-corda-Pedal bedienen, um die Kollegen nicht zuzudecken. Der spielt mit sanfter Dominanz. Führend und sich einschmiegend. Sein Kollege Bussoni hatte Recht: Zum Künstler muss man geboren sein, zum Meister muss man sich erziehen.

Rhein-Neckar-Zeitung

...solch ein hoch befriedigendes künstlerisches Erlebnis bot der Pianist Özgür Aydin. Seine deutlich gesetzte Dynamik schuf eine Plastizität, die durch wunderschön hervorgehobene Kontraste lebendig wurde. Der Pianist gestattet sich keine Nebensächlichkeiten, jeder Ton, jede musikalische Bewegung wirkt in Ihrem Ausdruck erfühlt. Grösste Bewunderung und Anerkennung seines Publikums, das er zu intensiver Aufmerksamkeit geradezu zwang, war Aydin sicher.

Süddeutsche Zeitung

"Aydin spielte sich dem Publikum ins Mark"
Eine individuelle Interpretation verlangt Prioritäten: Aydin wusste diese im Konzert zu setzen. Aydin gelang es, die Dimensionen jedes einzelnen Tones zu beschreiben. Die punktuelle Wahrnehmung stand in seinen Interpretationen im Vordergrund.

Westdeutsche Allgemeine Zeitung

...Grandes Valses Brillantes op.34 von Chopin boten Özgür Aydin, die Gelegenheit sein glasklares Spiel und seinen Sinn fuer präzise Konturen ins Spiel zu bringen. Eleganz und Kraft charakterisieren seine Chopin-Deutung.

Salzburger Nachrichten

...begeisterte er mit der Vielfalt und Differenziertheit seines technischen wie emotionalen Ausdrucksspektrums.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

"Eruption der Gefühle"
Aydin schafft sich mit seinem Spiel einen eigenen Kosmos. Er machte die Sonate (und in seinem Ablauf das ganze Programm) zu einer Klang gewordenen Genesis. ...entwickelte er die Zerrisenheit zu einem kompakten Ganzen, das im Finale einen Höhepunkt erfuhr. So gesehen hat Aydin viele Fragen beantwortet, anstatt sie aufzuwerfen.

Münchner Merkur

Aydin beherrscht die Kunst des Nuancierens perfekt. Sein Spiel überzeugt durch Lebendigkeit. Er ließ das Klavier singen und sorgte für einen stetigen Fluss der himmlischen Längen. Das Abgründige scheute der Pianist ebenso wenig - mit dem Erfolg, dass das Publikum nach dem Gewitter des langsamen Satzes kaum zu atmen wagte.

...mit Wärme und gefühlvollem Spiel fanden die zwei höchst anspruchsvolle Werke von Liszt schillernde Klangfarben und Aydin blieb bei aller musikalischen Leidenschaft erstaunlich transparent in seiner Stimmführung.

Hannoversche Allgemeine Zeitung

"Der alte Liszt wie neugeboren"
Aydin spielte das Klavierkonzert von Liszt (Nr.1) auf eine Art, die aller Ehrungen würdig war. Kein Zweifel, da wächst ein grosses Talent heran.

Neue Osnabrücker Zeitung

Begeistert und begeisternd war der Solist Aydin (Tchaikovsky Klavierkonzert Nr.1) bereits auf den internationalen Bühnen zuhause. Er empfand sichtbar und hörbar grosses Glück beim spielen und teilte es.

Pizzicato, Jeunesses Musicales du Luxemburg